Twittern für Manager
Kurzvorstellung und Zielgruppe des Buches
„Twittern für Manager“ von Norbert Schuster ist eine Art Betriebsanleitung für den „Neu-Twitterer“, der Twitter als Marketing- und Vertriebsinstrument einsetzen möchte.
Es liest sich gut und flüssig und hilft mit vielen Screenshots, den Erklärungen zu folgen. Der Autor führt auf verständliche Art durch den Prozess von der Anmeldung bis zu ausgeklügelten Tools, die man unbedingt nutzen sollte, will man nicht untergehen in Tausenden von Meldungen, die einen gar nicht interessieren.
Zum Inhalt
Es geht um die Frage, ob Twitter für das eigene Geschäft Sinn macht und wie man das Ganze angeht.
Wer nach der Lektüre meint, dass er Twitter braucht, weiß aber auch, dass er sich Gedanken machen muss, was er konkret und wen er erreichen möchte. Das Thema lässt sich nicht „so nebenbei“ erledigen. Twitter ist nämlich genauso ernsthaft zu konzipieren wie andere Marketinginstrumente auch: mit Zielgruppenanalyse, Themen- und Zeitplänen, Kommunikation und Beobachtung. Das Invest in diesem Fall heißt Konzeptarbeit und Zeit.
Und noch etwas sollte man beachten: Information statt Werbung! Auch hier geht es darum, sich als kompetenten Geschäftspartner zu positionieren.
Die Belohnung für dieses strukturierte Vorgehen kann manche klassische Marketingkampagne in den Schatten stellen: gigantische Verbreitungskanäle. Das führt letztendlich auch zu Leadgenerierung, Umsatz, Event-Füller etc.
Anschaulich wird die ganze Twitterei und das Social Media Thema durch die vielen Links im Buch.
Struktur
Das Buch erklärt erst einmal, welche Idee dahinter steht und was unter dem Kauderwelsch der Begriffe zu verstehen ist. Dann geht’s Schritt für Schritt durch den Aufbau eines Twitter-Accounts und der Follower-Gemeinde.
Der Autor regt zum Nachdenken an mit Hinblick auf die eigene Zielsetzung und Vorgehensweise und bietet einen Redaktionsplan zum Herunterladen. Hauptsächlich profitiert der Mindmap-Nutzer davon, weil er gleich mit der Vorlage arbeiten kann. Die PDF-Version kann man als hilfreiche Schablone betrachten.
Der Leser lernt auf ca. 10 Seiten einige Hilfsmittel kennen, die die Organisation des Twitter-Erlebnisses erleichtern und sich sehr zeitsparend auswirken.
Sehr schön sind auch die 18 Business-Twitter-Portraits mit ihrer jeweiligen Zielsetzung. Im Interviewmodus erfährt man einiges aus ihrem Erfahrungsschatz. All das sind Tipps, die man in die eigene Strategie einfließen lassen kann.
Zum Schluss gibt es eine umfangreiche Linksammlung und ein Glossar.
Was mir gut gefallen hat
Nach jedem Kapitel bietet das Buch Platz für eigene Notizen. Ich habe es fleißig genutzt und sehe immer wieder nach.
Für den Einsteiger ist das kleine Glossar am Buchende sehr hilfreich. Gerade am Anfang sind Begriffe wie timeline oder Failwhale noch nicht so vertraut bzw. ist ReTweet und Reply nicht eindeutig klar. Das Glossar hätte ich mir allerdings in alphabetischer Reihenfolge gewünscht.
Fazit
Alles in allem hat mir das Buch sehr geholfen, Twitter zu verstehen und entspannt damit umzugehen. Jedenfalls habe ich nun eine Entscheidungsgrundlage, ob ich twittern will oder eben nicht.
Mir ist klar, dass ich eine ausgearbeitete Strategie brauche, wenn ich mit Twitter als Informationskanal erfolgreich sein will. Und genau das kostet eben Zeit – und zwar permanent.

